Fallbeispiele aus meiner Praxis

Velvet, 6 1/2-jährige Podenco-Mischlingshündin – IBD, Enteritis, chronische Enteropathie, Reizblase
Die kleine, ängstliche Velvet litt seit vielen Wochen an chronischem Durchfall und starker Gewichtsabnahme. Im Tierspital war sie mehrere Tage auf der Intensivstation, wo IBD, Enteritis und chronische Enteropathie diagnostiziert wurde. Die Besitzerin kontaktiere mich verzweifelt, weil ihr keine Heilungschancen in Aussicht gestellt wurden. Lediglich Kortisontherapie und lebenslängliche Fütterung von Spezialfutter (Hauptbestandteil Maisstärke und Federnmehl!) wurde ihr empfohlen. Bei meinem Besuch fand ich eine unterernährte, bis auf die Knochen abgemagerte, sehr scheue Hündin und eine traurige Besitzerin vor. Wir setzten Velvet eine Woche lang auf Schonkost, machten eine Entgiftungskur und Darmsanierung und siehe da, der Kot wurde von Tag zu Tag fester und endlich konnte sie Gewicht zulegen. Wir haben anschliessend einen Speiseplan mit hochwertigem Futter und Nahrungsergänzungsmittel ausgearbeitet, um die gesunde Gewichtszunahme zu fördern und sicherzustellen, dass sämtliche wichtigen Nährstoffe enthalten sind. Nun kümmerten wir uns um das Problem des nächtlichen in die Wohnung Urinierens. Da Blase und Niere laut Diagnose ohne Befund waren, tippte ich auf Reizblase (eine Begleiterscheinung der IBD) und verordnete ein Präparat mit Kürbiskernöl. Zwei Tage später berichtete mir die Besitzerin, dass Velvet nicht mehr in die Wohnung pinklen würde. Nach der Anmamese fand ich auch ein konstitutionelles homöopathische Mittel, das der ehemaligen Strassenhündin bei der Traumabewältigung helfen sollte. Velvet hat sich zu einer fröhlichen, zutraulicheren kleine Hundedame entwickelt, die die Welt neugierig und voller Energie erkundet.


Hero, 15-jähriges Irisches Vollblut – Erysipel / Rotlauf / Strahlbeinlahmheit
Hero wurde auf der Weide von einem anderen Pferd am linken Sprunggelenk getreten. Anfangs sah die Wunde nicht schlimm aus, doch am Folgetag schwellte das Bein enorm an, es hatte sich ein Erysipel entwickelt. Tierarzt verschrieb Antibiotika und Schmerzmittel, doch die Schwellung ging auch am dritten Tag nicht zurück und das Pferd stand nur auf drei Beinen. Ich verabreichte ihm ein homöopathisches Mittel und schon nach drei Stunden sah das Bein wieder normal aus. Die Wunde behandelten wir mit Calendula-Aufguss-Verbände und desinfizierten mit Silberwasser. Hero leidet ausserdem an Strahlbeinlahmheit, welche wir mit mehrmaligen Blutegeltherapie, Umstellung auf Barhuf mit engmaschiger Hufbearbeitung und Nahrungsergänzungsmittel soweit in Griff gekriegt haben, dass  er wieder normal bewegt und geritten werden kann und keine Lahmheit oder Schmerzen zeigt.


Unesco: Akuter Fall von Urticaria (Nesselfieber)
Unesco war eines kalten Märztages urplötzlich mit Quaddeln am ganzen Körper übersät, offensichtlich eine allergische Reaktion auf Insektenstiche. Die Besitzerin hatte vor Jahren schon mal eine ähnliche Erfahrung und liess das Pferd damals vom Tierarzt mit Kortison und Antihistamin behandeln. Daraufhin entwickelte sich jedoch ein chronischer Husten, welcher erst als Strohallergie abgetan wurde. Diese Diagnose stellte sich jedoch als falsch heraus, ich vermute, der Husten war eine Reaktion auf die Kortisonbehandlung. Ich behandelte Unesco deshalb ausschliesslich mit natürlichen Heilmitteln und Homöopathie worauf die Quaddeln und Schwellungen innerhalb zwei Tagen verschwanden – und das ganz ohne Nebenwirkungen.

Urticaria
Urticaria am ersten Tag
Urticaria behandelt
Zwei Tage später sind die Quaddeln verschwunden

Unesco: PRE-Wallach, 11-jährig – Chronische Entzündung am Iliosakralgelenk, Muskelatrophie, Sommerekzem, Transportprobleme
Der hübsche, kleine Spanier wurde von der Besitzerin in einem desolaten Zustand übernommen. Schwerwiegende Muskelatrophie besonders an der Hinterhand sowie quälendes Sommerekzem machten ihm zu schaffen. Von blossem Auge war eine Entzündung am Iliosakralgelenk auszumachen, welches wir mit Blutegel behandelten. Gezieltes Muskelaufbautraining, tägliches Stretchen, massieren und Faszientraining brachte über vier Monate deutliche Verbesserung. Ausserdem stellten wir das Futter um und führten eine Leber-Nieren-Kräuterkur mit anschliessender Magen-Darm-Sanierung durch. Dem Sommerekzem konnten wir mit Cadeöl und juckreizlinderndem homöopathischen Mittel Einhalt gebieten. Der anstehende Umzug in einen neuen Stall bereitete der Besitzerin grosse Sorgen, da Unesco bei seinem letzten Transport panisch reagierte und nur mit grosser Mühe in den Hänger gebracht werden konnte. Schon vor Ankunft des Hängers verabreichte ich ihm eine Bach-Blütenmischung und er stieg innerhalb wenigen Minuten anstandslos ein. Auch bei Ankunft im neuen Stall blieb er ruhig und gelassen. Er sieht rundum gesund und zufrieden aus und macht uns allen viel Freude.

Hier ein kleiner Einblick in Unesco’s Therapiemethoden:


Leo: Kater, Perser, 9-jährig – ausgeprägte Mittelohrentzündung
Bakterielle Infektion des Mittelohrs, die der Tierarzt erst mit Antibiotika mit Cortison-Spülung behandelte. Nach 14 Tage keine Besserung, erneute Behandlung durch Perforation des linken Trommelfells, operative Entfernung von Polypen und einer zweiten Antibiotikakur. Ein Monat nach der Behandlung konsultierte mich die Besitzerin, weil nicht nur die Symptome erneut auftraten sondern auch ein wiederlichen Geruch ausströmte. Sie wünschte sich keine weiteren Antibiotikatherapie weil das Tier einen sehr geschwächten Gesamteindruck machte. Der Kater war apathisch, abgemagert mit stumpfem, struppigen Fell, extremen Zeckenbefall (Freigänger) und starkem Aasgeruch, der aus dem linken Ohr strömte. Ständiges Kopfschütteln und Ohrenkratzen waren zu beobachten. Als erstes galt es Immunsystem und Leber, welche unter der Antibiotikabehandlungen stark beansprucht wurden, zu stärken. Die Ernährung wurde auf hochwertiges zucker- und getreidefreies Futter umgestellt und mit Kokosöl angereichert. Tägliches Ohrenspülen mit kolloidalem Silberwasser und reinigen der Ohrmuschel mit Calendulaöl brachte Juckreizlinderung. Durch Verabreichungen eines homöopathischen Mittels verschwanden sämtliche Symptome innerhalb von 6 Tagen. Danach wurde ein weiteres Mittel zur Förderung der Ausheilung, spezifisch für die Stärkung der Hautflora und Schleimhäute, gegeben. Die Besitzerin war überglücklich, als der Kater nach weiteren zwei Wochen keinerlei Symptome mehr zeigte, deutlich an Gewicht zugelegt hatte und sein Fell wieder glänzte.

Arun: Wallach, Haflinger, 12-jährig – Chronisch Obstruktive Bronchitis
Das Pferd litt offensichtlich schon seit über vier Jahre an chronischem, trockenen Husten, was zu einer sogenannten „Dämpfigkeit“ führte. Jahrelange schulmedizinische Behandlungen zeigten zwar kurze Besserungen, doch verschlechterte sich der Zustand nach einigen Wochen erneut, so dass die Besitzerin nach der dritten Behandlung keine weiteren Antibiotika und Cortisonmedikamente verabreichen wollte. Der Wallach zeigte sich lustlos, war nach der kleinsten Anstrengung erschöpft und schweissgebadet und verbrachte den Tag meist apathisch im Stall. In diesem Zustand war er kaum noch zu Reiten und der quälende Husten setzte ihm zu. Wir entschieden uns für eine phytotherapeutische Behandlung, um den Hustenreiz zu lindern und den Auswurf zu fördern. Nach einer umfangreichen Anamnese konnte ich das passende homöopathische Mittel finden, welches innerhalb von fünf Tagen eine deutliche Besserung erzeugte. Der Wallach konnte sukzessive für längere Zeiten bewegt werden, der Husten wurde nur noch vereinzelt beobachtet und die Dampfrinne bildete sich zurück. Ich stehe mit der Besitzerin in Kontakt, um den Verlauf weiterhin mit Heilkräutern zu unterstützen.

Jimmy: Wallach, Deutsches Reitpony, 7-jährig – Knochenhautentzündung
Wahrscheinlich durch einen Schlag eines anderen Pferdes verletzte sich der Wallach unterhalb des Knies, wobei er sich eine Knochenhautentzündung zuzog. Das Pferd lahmte sichtlich, zeigte Druckdolenz und der Bereich war geschwollen. Nach Verabreichung des entsprechenden homöopathischen Mittels besserte sich der Zustand innert kürzester Zeit und schon vier Tage später konnte das Pferd wieder uneingeschränkt geritten werden.

Suku: Wallach, Trakhener, 11-jährig – Probleme im Bewegungsapparat
Ein temperamentvoller Wallach, der sowohl geritten als auch eingespannt wird. Unter dem Sattel liess er im Trab plötzlich den Kopf fallen, als ob die Halsmuskulatur, resp. Nackenband den Kopf nicht mehr tragen könnte. Ich untersuchte das Pferd und stellte fest: Schultern steif, Vorführphase verkürzt, verspannter Rücken und blockierte Halswirbeln. Eine sanfte Mobilisierung des Kiefers und Genicks löste bereits einige tiefsitzende Blockaden in der Halswirbelsäule. Anschliessende Stresspunkt-Massage entlang den Schultern, Rücken und Extremitäten brachte sofortige und nachhaltige Besserung aller Beschwerden. Der Besitzer macht nun gezieltes Muskelaufbautraining an der Hand und führt regelmässig sanfte Dehnübungen vor und nach der Arbeit aus.

Lorca: Stute, Lusitano, 8-jährig – Sommerekzem
Die Stute litt an ausgeprägtem Sommerekzem und kratzte sich Kopf, Mähne und Schweif blutig. Verschiedene Mittel und Shampoos wurden ausprobiert, doch immer nur mit mässigem Erfolg. Auch das Thema Mückenabwehr konnte nicht befriedigend gelöst werden; das arme Tier war übersäht von Fliegen und Mücken – trotz Fliegendecke. Mit Cadeöl fanden wir dann ein einfaches Heilmittel, dass nicht nur desinfizierte, den Juckreiz stillte und die Wundheilung förderte, sondern auch die allergieauslösenden Mücken fernhielt. Gegen das wundmachende Kotwasser führten wir eine Magen-Darm-Sanierung mit phythotherapeutschen Mitteln durch; bereits nach einer Woche hatte sich der Kot normalisiert. Mähne und Schweif sind schön gewachsen, es sind keine Scheuerwunden mehr sichtbar und sie sieht toll aus. Seit einem Jahr ist die Stute beschwerdefrei und hat wunderschönes, glänzendes Fell.

Neva: Kätzin, Siam, 9-jährig – Verschlucken von Fremdkörper
Die Kätzin spielte mit einem ca. 80cm langen, dünnen Plastikband bevor sie es an einem Stück verschluckte. Der Tierarzt riet: 2-3 Tage abzuwarten, zu beobachten und im Falle von Anzeichen eines Darmverschluss sofort in Notfallklinik zu gehen. Die Besitzerin war in Panik und wollte nicht passiv zuwarten. Verabreichen eines passendes homöopathischen Mittels führte bis am Abend zu Ausscheidung des Fremdkörpers im Kot. Grosse Erleichterung für die besorgte Katzenbesitzerin.